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Achter Brief

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1�###�########B###0#2#2#3#4#5#ARBEIT.DFV ########################################################## EPSLQ###6#####################Dreizehnter Brief
Littfeld d. 18ten May 1779.
An Herrn Professor Jung,
Wohlgebohren zu Lautern !

Hertzlich Geliebter Herr Professor
und wehrtgesch�tzter Pathe !
Dero vielgeliebtes Schreiben vom 22ten April a.c. nebst denen drinnen beyden gemelten Schreiben habe ein jedes zu seiner doch etwa� sp�then Zeit wohl erhalten da Sie mir aber im ersten gemeldet, da� nicht eher bi� das zweyte erhalten h�tte Schreiben solte, solches aber erst am verwichenen Christag durch meinen Sohn zu Dillenburg mit vielem vergn�gen erhalten, habe auch nicht ermangelt, der weisen vorsehung Gottes zu danken vor die wunderbarliche f�hrung und ver�nderung die er mit uns seinen Gesch�pfen zu seiner Zeit ausf�hret. Das aber nicht gleich darauf geantwortet wie wohl schuldig ist zwaren ein fehler welcher Theils von meinen schw�chlichen umst�nden, Theils aber auch wegen �berh�ufter gesch�ften sich verz�gert, jedoch habe im Monath Mertz solchen Brief beantwortet, und mit gelegenheit nache Frankfurt auf dasige Post ge- schickt, und wundert mich sehr das solcher nicht angekommen, vielleicht ist derselbe nach seinem letzten Schreiben ein gegangen, worin nicht allein meine freude �ber die unvermuthete erh�hung sondern auch meine gedanken dar�ber, weil er sich nicht auf die praktische Cammeral wissenschaft, sondern auf die Medicin geleget, und solche jederzeit vor das werck worzu er berufen gehalten, ge�usert, woher die zu dieser wichtigen stelle erforderliche erfahrung und pracci so geschwind her- kommen, um solche mit Ehren bestreiten zu k�nnen, welchen Scrupel mir aber zum Theil benommen, als das mir zugeschickte Programm gele�en, nebst mehr anderen nach- richten von so gelehrten M�nnern welche mehr Licht davon erhalten, in erfahrung gebracht.
Ich freue mich nun �ber dieses alles, und wie Sie durch die weise f�gung Gottes zur Ruhe gebracht und Ihnen dabey ein reichliches auskommen geschenket hat.

Dreizehnter Brief

es ist aber doch nichts seltenes, das wann der liebe Gott einen Menschen auser ordentlich erh�het sich auch durch anstiften des b�sen feindes mi�g�nstig und neidische Menschen finden, welche einen solchen suchen bald auf diese bald auf jene arth zu verkleinern und endlich wo es in ihrer macht st�nde gar zum fall zu bringen. daher hat mann einfach best�ndig nebst dem Geb�tt auf der Hut zu stehen auf sein Thun und la�en genau achtung zu geben, und sich so zu betragen, das diese geist und leibliche freude niemahlen eine gegr�ndete ursach finden dadurch ihr b��es vornehmen auszu�ben. Ich will Sie nicht Lehren, ich rede nur aus der erfahrung, und Hoffe das beste.
Wa� mich nun anlanget, ob mich Schon mein altes Malo noch �fters anst��et, so ist es doch dermahlen ertr�glicher als vor etlichen Jahren, und meine Kr�fte sind noch also beschaffen das meine dienste so das ambt erfordert nebst meinem Assisten noch verrichten kan, ich sage der mahlen Gott wei� wie lange, beynahe habe das alter welches Mo�is vor das Menschliche Leben schon zu seiner Zeit gesetzet, die 70. Jahre erlebet, diese Zeit ist k�stlich, nemblich mit m�he und arbeit fliegend herum gegangen, und noch h�re nicht auf in denen mir noch unbekanten dingen nach zu forschen, besonders habe vorz�glich meine betrach-tungen �ber den unendlich gro�en Weltenbau, ja ich habe mir ein Seherohr, oder Perspective an geschafft, Item Micrometer inventiret und verfertigt mit welchem einen Grad in 36000. Theil ein zu teilen verm�gend um die gr��e der Himmels C�rper ausf�ndig zu machen, ich kan damit deren Diametre richtig finden, es fehlt mir also nichts als die wahre Parralaxe des Mondes ausf�ndig zu machen, so w�re ich im standt nicht allein die wahre H�he aller Planeten in unserem Sonnen Sistem sondern auch ihre wahre gr��e zu berechnen, dann weil ich im kleinen durch die Trigonometrie die unbekannte linien und gr��en aus- f�ndig machen kann, welches sich beim bergbau durch richtige durchschl�ge klar findet, so schlie�e, wa� im kleinen richtig ist ,

Dreizehnter Brief

kan auch im gro�en nicht fehlen, dafern die Instrumenten richtig und Mann bey deren gebrauch in der Opperation nicht fehlet. ich finde ein wahres vergn�gen in dieser �bung, der Kindels berg ist mein Observatorium und es f�lt mir nicht schwehr dahin zu steigen wann etwas observiren will. Sie denken vielleicht welche Thorheit worzu dienet dieses alles? allein ich empfinde ein sanftes gef�hl das durch diese �bung die pflichten meines daseins in etwa� erf�lle, wann durch die einsehung, ja ich mu� nur sagen ansehung, des gro�en Weltengeb�ude, gleichsam die gro�e unendliche Allmacht des Allm�chtigen entz�ckend betrachte und den gro�en Sch�pfer und erhalter dar�ber zu loben und zu preisen solchen gro�en anla� finde.-
Ich habe geh�rt H. K�stner in G�ttingen k�nnte einem nachricht geben wie die wahre Parralaxe des Mondes zu finden wie im gleichen auch der Sonnen ihre Parralaxe. h�tten Sie mein lieber Herr Pathe gelegenheit mit demselben zu Correspondiren, und dieser Herr wollte und k�nnte mir davon einge gegr�ndete nachricht ertheilen w�re mir sehr lieb, ich wei� aber nicht ob sich solches wohlschicket.
Nun mein Hertzlich geliebter Pathe ich wiederhole meinen im vorige Schreiben gemelten Wunsch. der Gott welcher zu dieser wichtigen Stelle berufen hat, wolle auch ferner mit Ihuen sein, Sie leiten und f�hren, das Sie nach seinem Willen zu seiner Ehr dem hohen Landes F�rsten zur freude und vergn�gen, dem n�chsten aber zum Nutzen noch lange Jahre zum besten seiner eigenen freude seiner angeh�rigen Familie begleiten m�gen, so wird auch gewi� sein selbstiges wohl nach leib und Seel bef�rdert werden. der nebst freundlichem Gru� an die Wehrteste Frau Godel und Lieben Kinder, auch anw�nschung alles zeitlich und Ewigen wohl ohn ab�nderlich verharre
Sein
gantz getreuer Pathe
J. H. Jung.

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